Einfacheres Gepäckhandling am Flughafen Zürich

Der Flughafen Zürich hat in eine umfassende Modernisierung seiner Sicherheitskontrollen investiert. Für Golfreisende bedeutet das konkret: weniger Hektik vor dem Abflug, unkomplizierteres Handgepäck und mehr Zeit für den entspannten Start in die Ferien.
Wer mit Golfschläger, Schuhen und allem, was sonst noch ins Handgepäck gehört, verreist, kennt die Routine: Laptop raus, Flüssigkeiten in den Plastikbeutel, alles einzeln auf das Band legen. Am Flughafen Zürich gehört diese Prozedur seit diesem Sommer weitgehend der Vergangenheit an. Der Flughafen hat 26 neue CT-Scanner installiert, die eine dreidimensionale Durchleuchtung des Gepäcks ermöglichen. Das Auspacken entfällt.
Die Technologie basiert auf Computertomografie und liefert den Sicherheitskräften deutlich präzisere Bilder als herkömmliche Röntgengeräte. Für Passagiere heisst das: Der Laptop kann im Rucksack bleiben, die Wasserflasche muss nicht mehr vorab entsorgt werden, und der transparente Beutel mit den 100-ml-Fläschchen ist in Zürich nicht mehr nötig. Das spart Zeit und macht den Ablauf spürbar entspannter.
Die 100-ml-Regel gilt anderswo weiterhin
So praktisch die Neuerung in Zürich ist, eine wichtige Einschränkung bleibt: Nicht alle Flughäfen weltweit sind bereits auf CT-Scanner umgerüstet. Wer also über einen anderen Flughafen zurückreist oder dort umsteigt, muss dort weiterhin mit den alten Regeln rechnen. Flüssigkeiten dürfen in solchen Fällen nur in Behältern bis maximal 100 ml mitgeführt werden, verpackt in einem durchsichtigen, wiederverschliessbaren Beutel.
Auch in Zürich gibt es Ausnahmen: Doppelwandige Flaschen wie Thermoskannen dürfen nur leer ins Handgepäck. Die mehrschichtige Bauweise verhindert, dass die Scanner den Inhalt zuverlässig analysieren können. Im Transferbereich des Flughafens Zürich, wo Passagiere von einem Flug zum nächsten wechseln, gelten die alten Regeln ebenfalls weiter, da dort die Kontrolllinien nicht umgerüstet wurden.
Diskretere Personenkontrolle mit neuen Scannern
Neben den CT-Scannern für das Handgepäck setzt der Flughafen Zürich auch auf neue Geräte für die Personenkontrolle. Diese kommen zum Einsatz, wenn der Metalldetektor anschlägt. Statt einer individuellen Darstellung zeigt das Gerät nur ein standardisiertes Piktogramm, auf dem die betroffene Körperstelle markiert ist. Das macht die Kontrolle schneller und wahrt die Privatsphäre besser als frühere Systeme.
Entry-/Exit-System für Drittstaatenangehörige
Seit dem 10. April 2025 ist im gesamten Schengenraum das sogenannte Entry-/Exit-System (EES) in Betrieb. Es erfasst bei der Einreise biometrische Daten von Drittstaatsangehörigen ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz oder der EU. Für Schweizer Staatsangehörige, die innerhalb des Schengenraums reisen, ändert sich dadurch nichts. Wer nach Spanien, Portugal oder Griechenland in die Golfferien fliegt, ist davon nicht betroffen.
Wartezeiten lassen sich vorab prüfen
An Spitzentagen werden am Flughafen Zürich bis zu 120’000 Passagiere abgefertigt. Trotz modernster Technik kann es dann zu Wartezeiten kommen. Der Flughafen stellt auf seiner Website aktuelle Informationen zur Auslastung bereit. Besonders an Wochenenden und während der Schulferien lohnt es sich, grosszügig Zeit einzuplanen. Lieber eine halbe Stunde früher vor Ort als unnötiger Stress vor dem Abflug.
Die neuen Abläufe am Flughafen Zürich machen den Start in die Golfferien ein Stück weit angenehmer. Wer gut vorbereitet ist und die aktuellen Regeln kennt, kommt entspannt durch die Kontrolle und kann sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die Vorfreude auf die ersten Abschläge am Ziel.